Chor-Kantate 'Der Zinswolf'
Warum wurde diese Kantate geschrieben?
Eskalierende Mietzinserpressung: Berlin brennt!
Wir haben den gewählten Partei-Funktionären blind vertraut, aber:
Jedweder Senat hat jahrzehntelang in Berlin den profitorientierten ('private') Wohnungsbau monopolisiert.
Er hat stets die Mieten-Profite gefördert und dazu den kommunalen Wohnungsbau abgebaut.
Mit großem Erfolg:
- Verdopplung der Mieten in 10 Jahren bei sinkender Wohnqualität
- Massive Verdrängung der ehrlich Arbeitenden und Schutzbedürftigen
- Eskalation der lebenszerstörenden Obdachlosigkeit
- Zerstörung der Berliner Kultur, Schädigung des Wirtschaftsstandortes
- Zerstörung der Urbanität durch Verdichtung ohne Tabu
- Das kommunale Wohnungsprogramm des Senats: Brückensanierung!
Die Gewählten haben also offen gegen die Bevölkerungsinteressen agiert und damit ihren Eid systematisch gebrochen.
Es geht noch schlimmer:
Aktuell möchte der Senat das per Volksentscheid geschützte Tempelhofer Flugfeld den durchziehenden Investoren überlassen.
Diese bauen dort natürlich unter der Bedingung, mit extremen Mieten eine extreme Rendite erpressen zu können.
Sie zerstören das Feld mit Billigbeton (<30 Jahre!), verkaufen zu Höchstpreisen und ziehen weiter. (take the money and run)
In der beabsichtigten Folge steigt das Mietniveau der umliegenden Altbaubezirke ebenfalls erheblich an. (der Mietspiegel-Trick)
Der Senat löscht den Mietenbrand mit Flugbenzin!
Es geht nicht mehr nur um die Sicherung des Tempelhofer Feldes,
sondern um die Sicherung der Bewohnbarkeit Berlins!
Unser Ziel:
Eine Wohnungspolitik ausschließlich nach Bürgerinteressen:
Kommunal finanziert und frei von Zinserpressung.
Genau das war der Wählerauftrag!
Aber die Wahl nach Treu und Glauben war eine Illusion:
Wir müssen uns der Frage stellen:
Warum können die je gewählten Senate systematisch gegen die Interessen der Wähler agieren, ungestört und unkontrolliert?
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Der Beitrag dieses Chor-Projekts:
Aufdecken und Widersprechen mit den Mitteln der Chormusik!
Bei aller Poesie müssen hier und heute deutliche Worte gefunden werden.
Und in einer Zeit, da die Berliner Kultur totgekürzt wird, um einen goldenen Autobahnkilometer zu finanzieren, müssen diese Worte ausdrucksstart und vielstimmig vorgetragen werden.
Es ist unsere Kultur, es ist unser Berlin!
Aber das müssen wir eben auch durchsetzen...
Gegenargumente
• Der edle Investor
Ist es nicht legitim, Profite aus Immobilienbesitz zu erwirtschaften?
Legitim wäre eine reine Investition ohne Zinsgewinn, für die nur die Baukosten zurückgezahlt werden. (Bei den aktuellen Mieten: 1-2 Jahre)
Die offen erklärte 'Geschäftsidee' der 'Investoren' aber ist:
Möglichst ein Vielfaches der Investition zurückbekommen, bei minimalen Kostenabzügen, also der bekannte Bröselschnellbau zu Höchstmieten.
Sie investieren ihren Hort, um ihn ohne die Mühe der Arbeit zu vergrößern. Erpressung von Bedürftigen ist ein profitables Raubgeschäft.
Der klare Auftrag an die Parteifunktionäre in Bund und Land: Die billige Konkurrenz des kommunalen Wohnungsbaus beseitigen, denn das Monopol der 'Investoren' schafft maximale Macht.
Übertroffen wird dieses systemische Verbrechen nur noch durch die Konstruktion der Bodenspekulation.
Hier gibt es praktisch keine Kostenabzüge mehr, nur reiner Raubgewinn in Milliardenhöhe aus künstlich geschaffenem Mangel.
Auch dies bezahlt der ehrlich arbeitende Mieter.
Und auch dieses wird von Bund und Land gefördert und beschützt.
• Der nützliche Investor
Ist 'privater' Wohnungsbau nicht deutlich schneller, effizienter, und hochwertiger als kommunaler Wohnungsbau?
Drei mal nein!
Ausgebeutete Billigarbeiter, räuberische Insolvenzen, dubiose Sub-Sub-Unternehmen und geduldeter Pfusch verzögern und verschlechtern diese Projekte systematisch. Mancher Absahner hinterläßt der Kommune Insolvenz-Ruinen.
Das Hohelied des Kapitalismus: DB, BER, Steglitzer Kreisel...
Die Bausubstanz: Wegwerfartikel! Billigste Materialien achtlos zusammengeklebt! Wartung, Reparatur und Nachrüstung sind nicht eingeplant.
Warum auch, die typische Nutzungsdauer solcher 'Investoren'-Produkte liegt bei 30 Jahren. Da gibt es nichts zu erben. Selbst die Mietskasernen haben 150 Jahre gehalten.
Und die Gestaltung, die Architektur? Graue Mietquader mit der Ästhetik eines Möbellagers. (Ausfahrt aus Hauptbahnhof!)
Die Motivation schafft sich die Qualität der Wahl. Kommunaler Wohnungsbau kann mit modernen Materialien und etwas Intelligenz bedarfsgerecht und hochwertig mit einer Standzeit von >200 Jahren bauen.
• Der notwendige Investor
Brauchen wir nicht die privaten Investoren, weil nur sie neue Wohnungen finanzieren können?
Zu keinem Zeitpunkt!
Aktuell zahlen die Bürger mit Abstand mehr Mietzins (kostenbereinigt) als Steuern.
Eine Regierung im Bürgerauftrag würde mit einen kleinen Teil der Steuereinnahmen den jährlichen Wohnungsneubau finanzieren können.
Bedarfsgerecht, ohne Bodenspekulation und mit mindestens 200-jähriger Standzeit wären diese überraschend kostengünstig.
Die Rechnung ist einfach:
Der Bürger zahlt im Jahr 200,-€ mehr Steuern und spart zugleich 6.000,-€ Miete im Jahr. (vorsichtige Schätzung)
Ohne Räuber geht alles besser.
• Das Notopfer der Bürger
Brauchen wir nicht die Feldbebauung gegen Wohnungsmangel und steigende Mieten?
Das Gegenteil ist der Fall!
Es gibt keinen Wohnungsmangel. (Die mietbare Wohnfläche ist sogar leicht gestiegen.)
Aber die bestehenden Wohnungen werden uns durch verbrecherische Mietforderungen vorenthalten. Immer mehr Bürger können sich die vorhandenen Wohnungen nicht mehr leisten.
Die Zerstörung des Flugfeldes durch hochpreisige Billigwohnungen wird im gesamten Umfeld die Mieten in die Höhe treiben. (Mietspiegeltrick) Es wird eine Verdrängungswelle über Berlin laufen, von Tempelhof aus bis in die Außenbezirke.
Eines ist sicher: Sobald es keine hohen Mietsteigerungsaussichten mehr gibt, endet jeglicher 'private' Wohnungsbau. Es kommt niemals zu Mietsenkungen durch 'private' Überangebote.
Die Bebauungspläne und die drängelnden Investoren beweisen, daß die Senatsrhetorik eine Lüge ist, gleichsam zu 100%.
